Was ist Mikroplastik?

Alles, was Sie über Mikroplastik im Trinkwasser wissen müssen

Mikroplastik ist heute überall um uns herum

Noch vor wenigen Jahrzehnten war Kunststoff ein Symbol des Fortschritts. Aufgrund seiner Haltbarkeit, seines geringen Gewichts und seiner breiten Anwendbarkeit ist er zu einem unverzichtbaren Material in der Verpackungsindustrie, im Baugewerbe, in der Automobilindustrie, in der Medizin und in vielen anderen Branchen geworden.

Gerade seine Beständigkeit stellt heute eine der größten Umweltherausforderungen dar.

Kunststoff zersetzt sich in der Natur sehr langsam. Anstatt zu verschwinden, zerfällt er unter dem Einfluss von Sonnenlicht, Witterungsbedingungen und mechanischem Abrieb in immer kleinere Partikel. Diese Partikel nennen wir Mikroplastik.

Heute wird sie von Forschern fast überall nachgewiesen – in Flüssen, Seen, Ozeanen, der Luft, im Boden, in Niederschlägen und auch im Trinkwasser.

Was ist Mikroplastik?

Mikroplastik sind Kunststoffpartikel, die kleiner als 5 Millimeter sind.

Ihre Größe kann sehr unterschiedlich sein – von Partikeln, die wenige Millimeter groß sind, bis hin zu mikroskopisch kleinen Partikeln, die nur mit fortschrittlicher Laborausrüstung nachgewiesen werden können.

Am häufigsten werden sie in zwei Gruppen unterteilt.

Primäres Mikroplastik

Dies sind Partikel, die bereits in sehr kleiner Größe hergestellt werden. Sie werden als Rohstoff in der Industrie oder bei der Herstellung verschiedener Kunststoffprodukte verwendet.

Sekundäres Mikroplastik

Viel häufiger ist sekundäres Mikroplastik, das durch den Zerfall größerer Kunststoffgegenstände entsteht.

Der Zerfall wird beeinflusst durch:

  • UV-Sonnenlicht,
  • Regen,
  • Wind,
  • Temperaturschwankungen,
  • mechanischen Abrieb,
  • Zeit.

Jeder größere Kunststoffgegenstand zersetzt sich im Laufe der Jahre allmählich in immer kleinere Partikel.

Woher kommt Mikroplastik?

Mikroplastik gelangt nicht aus einer einzigen Quelle in die Umwelt.

Die häufigsten Quellen sind:

  • Kunststoffverpackungen,
  • Plastikflaschen,
  • synthetische Textilfasern,
  • Abrieb von Autoreifen,
  • industrielle Prozesse,
  • Abrieb verschiedener Kunststoffprodukte.

Da sich Kunststoff sehr langsam zersetzt, nimmt seine Menge in der Umwelt von Jahr zu Jahr zu.

Wo finden wir sie überall?

Studien zeigen, dass Mikroplastik nicht nur auf die Ozeane beschränkt ist.

Sie ist auch vorhanden:

  • in Flüssen,
  • Seen,
  • Grundwasser,
  • Luft,
  • Boden,
  • Niederschlägen,
  • Trinkwasser.

Das bedeutet, dass sie Teil unserer alltäglichen Umwelt geworden ist.

Warum ist Mikroplastik so schwierig zu erforschen?

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Mikroplastik immer gleich ist.

In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall.

Jedes Partikel kann sich unterscheiden in:

  • Größe,
  • Form,
  • Farbe,
  • Art des Kunststoffs (Polymers),
  • Entstehungsweise,
  • Zersetzungsgrad.

Gerade diese Unterschiede machen die Analyse von Mikroplastik wesentlich anspruchsvoller als klassische Wasseranalysen.

Können wir Mikroplastik sehen?

Die meisten Mikroplastikpartikel können wir mit bloßem Auge nicht erkennen.

Wasser kann vollkommen klar, geruchlos und geschmacklich angenehm sein, was jedoch nicht bedeutet, dass es keine mikroskopischen Partikel enthält.

Die Anwesenheit von Mikroplastik kann nur durch den Einsatz geeigneter Labormethoden zuverlässig festgestellt werden.

Warum wird heute viel mehr über Mikroplastik gesprochen als früher?

Ein großer Grund ist nicht nur die größere Präsenz von Kunststoff in der Umwelt, sondern auch die Entwicklung der Wissenschaft.

Moderne Labormethoden ermöglichen den Nachweis wesentlich kleinerer Partikel, als dies vor zehn oder zwanzig Jahren möglich war.

Dadurch verstehen Forscher heute die Verbreitung von Mikroplastik und ihre Wege in der Umwelt viel besser.

Was sagt die Wissenschaft?

Mikroplastik ist eines der sich am schnellsten entwickelnden Gebiete der Umweltforschung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und zahlreiche andere wissenschaftliche Einrichtungen betonen, dass noch viele Forschungen erforderlich sind, insbesondere im Bereich der Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit.

Heute können wir mit Sicherheit sagen, dass Mikroplastik in der Umwelt vorhanden ist und auch im Trinkwasser nachgewiesen werden kann. Viele Fragen zu ihren langfristigen Auswirkungen werden jedoch noch von der Wissenschaft untersucht.

Warum ist die Analyse von Mikroplastik wichtig?

Da Mikroplastik mit bloßem Auge nicht erkennbar ist, ist die Laboranalyse die einzige Möglichkeit zur detaillierten Charakterisierung der Partikel in einer konkreten Wasserprobe.

Moderne Analysen ermöglichen die Bestimmung von:

  • Partikelanzahl,
  • Größe,
  • Form,
  • Farbe,
  • Polymerart.

Diese Daten helfen, die Zusammensetzung der Probe besser zu verstehen und bilden eine wichtige Grundlage für weitere Forschungen und die Entwicklung effektiver Lösungen zur Überwachung der Trinkwasserqualität.

Zusammenfassung

  • Mikroplastik sind Kunststoffpartikel, die kleiner als 5 mm sind.
  • Sie entsteht hauptsächlich durch den Zerfall größerer Kunststoffprodukte.
  • Sie ist in Wasser, Luft, Boden und vielen anderen Teilen der Umwelt vorhanden.
  • Die meisten Partikel sind mit bloßem Auge nicht erkennbar.
  • Ihre Anwesenheit kann nur durch geeignete Laboranalysen bestimmt werden.

ARTIKEL VON – AguaLab d.o.o.

QUELLE: https://analizavode.si/blog/kaj-je-mikroplastika